Partnerschaft & Sexualität

Wir alle wünschen uns eine erfüllte Partnerschaft auf der Basis von Vertrauen, Loyalität und Liebe. Dass in einer Partnerschaft zwei Individuen mit ihrer ganz persönlichen Vorgeschichte, ihren Traumata aufeinander treffen, führt oft zu (scheinbar unlösbaren) Konflikten. Eine gemeinsame Richtung als Wegweiser, sollten wir uns auch jede/r einzelne auf den Weg machen, um zu einer gelingenden Partnerschaft beizutragen.

Auch innerhalb der Partnerschaft entwickelt sich jede/r weiter. Der Vorwurf „Du bist nicht mehr die/derjenige, in die/den ich mich verliebt habe“ ist eigentlich mehr eine ganz faktische Feststellung – denn Entwicklung ist Leben & Leben ist Veränderung, auch wenn wir manchmal gerne hätten, dass sich unser/e Partner/in in eine ganz bestimmte Richtung entwickelt.

Hinter den klassischen partnerschaftlichen Konfliktthemen wie Kommunikation, Kindererziehung, Ordnung, Finanzen stecken oft erlernte Verhaltensmuster aus der Kindheit. Hier gilt es nicht, den Partner „umzuerziehen“, sondern sich selbst zu fragen, was man für die gemeinsame Beziehung tun kann und möchte – und auch der Partner kann sich diese Frage stellen. Das Themenfeld Sexualität, Treue, Nähe, Distanz und Macht bildet für viele Paare einen Nährboden für Spannungen. Hinter Streitigkeiten finden wir beim Einzelnen oft Gefühle wie Trauer, Verlassenwordensein & Verlustangst, Verrat, Sicherheits-Bedürfnis und das Bedürfnis nach emotionaler Nähe, Geborgenheit und aufgehoben-sein. Klärt auch nur einer der Partner seine Nöte mit Erfahrungen aus früheren Beziehungen oder der Kindheit, kann das bereits merklich Entspannung in die Beziehung bringen.

Wir Menschen sind soziale Wesen und unsere Beziehungen erfüllen unser Leben. Es braucht Mut und Ausdauer, eine schöne Beziehung zu führen – in den wenigsten Fällen klappt es „einfach so“. Machen Sie sich auf den Weg, um Ihre persönlichen Traumata zu berarbeiten, daran zu reifen, (mehr) Selbstliebe zu entwickeln und eine Partnerschaft auf Aufenhöhe zu führen.